Platzreife
Beim Golf herrschen strenge Regeln, wenn es darum geht, wer die wunderschönen 18-Loch-Plätze in den verschiedenen Golfclubs bespielen darf. Ohne die Platzreife erreicht zu haben, darf man in den meisten Golfclubs nur auf die Driving Range, auf der man seinen Abschlag üben kann. Dabei ist zumindest keine Verletzungsgefahr für andere Spieler gegeben. Gute Golfer schlagen den Ball beim Abschlag mit weit über 200 Stundenkilometer, was bei einer Unachtsamkeit auf dem Green zu schweren Verletzungen führen kann. Damit sich jeder Spieler dessen bewusst ist, wurde die Platzreife eingeführt. Im Rahmen des Platzreifekurses erlernt man etwa den Warnruf "Fore!", was so viel bedeutet wie "In Deckung!".
Zum Erlangen der Platzreife steht einem ein professioneller Golftrainier zur Seite. Dieser achtet zunächst auf die korrekte Ausführung der Schlagtechnik. Gewöhnt man sich diese falsch an, kann man langfristig mit Verletzungen rechnen. Zudem muss man im Rahmen des Platzreife Kurses natürlich das 275 Seiten umfassende Regelwerk des Golfsports studieren. Darin ist neben den normalen Regeln auch die Etikette des Golfsports ausführlich erklärt. Diese reicht von Empfehlungen zur passenden Kleidung über Regelungen zum Vorrecht und dem Verhalten auf dem Platz, bis hin zu den erwähnten Sicherheitsrichtlinien. Die Platzreife hat also durchaus ihren Sinn.
Am Ende des Platzreife Kurses muss eine Prüfung abgelegt werden. Diese besteht aus einem theoretischen Teil und einem Spiel auf dem 9-Loch-Platz. Bei der Theorieprüfung müssen Fragen zum Regelwerk und zur Golfetikette beantwortet werden. Beim kurzen Spielen wird anschließend die praktische Umsetzung der erlernten Regeln überprüft. Dabei ist der Ausgang des Spiels nicht entscheidend für das Bestehen der Platzreife. Hat man die Platzreifeprüfung dann hinter sich gebracht, kann man eine Mitgliedschaft in einem Golfclub abschließen. Oftmals erhält man ein vergünstigtes Angebot in jenem Club, in dem man seinen Platzreife Kurs absolviert hat.
